, Erich

Weekend auf dem Hüttenberg vom 03./04. Juli 2010

Bereits zum dritten Mal fand das Hüttenberg-Weekend des Biketeam Aadorf in einer Club-Hütte des Turnvereins Dietlikon oberhalb Schwanden im Kanton Glarus auf gut 900m statt.
Zwei Touren mit dem Rennvelo standen zur Auswahl, um das Ziel zu erreichen: die am Morgen startende Königsetappe über Wald- Rapperswil- Sattel- Schwyz- Altdorf- Klausenpass- Hüttenberg (ca. 160km), oder die am Nachmittag startende Sprintetappe über den Rickenpass- Niederurnen- Näfels- Glarus- Hüttenberg (ca. 90km).
Die Meldung am Samstagmorgen aus dem Radio, dass der Klausenpass wegen eines Erdrutsches bis voraussichtlich um 12.00 Uhr gesperrt sei, konnte die 7 Teilnehmer und ein Begleitfahrzeug der Königsetappe nicht von ihrem Start um 08.15 Uhr abhalten. Es bestand die Hoffnung, dass das Hindernis bis zum Eintreffen in Altdorf beseitigt wird.
Es war der wärmste Tag des Jahres vorausgesagt, was man bereits bei der Abfahrt unmissverständlich feststellen konnte. Trotzdem ging es in zügigem Tempo Richtung Rapperswil. Bereits in Dürnten schlug die Defekthexe ein erstes, aber zum Glück letztes Mal zu. Ein Teilnehmer musste sein Hinterrad in einem Velogeschäft reparieren lassen, was zwar zu einer ungeplanten, aber willkommenen 30 Min. Pause im gegenüber liegenden Restaurant führte.
Danach ging’s weiter über den Seedamm bei Rapperswil nach Pfäffikon und in den Anstieg hinauf nach Schindellegi. Ein Teilnehmer brach nach hitzebedingten Problemen die Fahrt ab und fuhr mit dem Velo zurück nach Hause. Die restlichen sechs Akteure setzten ihr Vorhaben fort.
Kurz vor Schwyz erreichte sie die Nachricht, dass der Klausenpass bis auf weiteres gesperrt bleibe - also war eine Alternative gefragt. Beim Mittagessen in Schwyz wurde beraten und beschlossen, dass eigentlich nur eine Variante in Frage komme, nämlich über die Ibergeregg und Sattelegg nach Siebnen, damit auch das Begleitfahrzeug dabei bleiben könnte. So würde man sich dann auch mit der am Nachmittag gestarteten zweiten Gruppe irgendwo vor Glarus wieder treffen, um die restlichen Kilometer gemeinsam zu bestreiten. Über den Pragelpass wäre dies nicht möglich gewesen.
Die Ibergeregg erwies sich als ganz harter Brocken. Bei der steilen Auffahrt zur Passhöhe wurde in der Mittagshitze viel Schweiss liegengelassen und der Puls wurde an seine Grenzen gebracht. In dieser Phase war das Begleitfahrzeug mit den Getränken, Bananen und Kraftriegel doch immer wieder sehr willkommen. Trotz diesen Umständen waren die Akteure mit einem beachtlichen Tempo unterwegs. (Anmerkung Begleitung: Tolle Leistung, bravo!!!)
Nach der Ibergeregg hatte man nur noch die Sattelegg zu überwinden, welche aber kein Problem darstellte. Im Restaurant auf der Passhöhe wurde noch einmal ein ausgiebiger Halt eingeschaltet und verpflegt. Danach stürzten sich die Fahrer in die schöne, lange Abfahrt nach Siebnen hinunter.
In Näfels trafen die Teilnehmer dann auf die anderen vier Akteure der Sprintergruppe, die ebenfalls, nach Aussage ihrer Begleitung, sehr zügig unterwegs waren und nahmen gemeinsam den restlichen Weg hinauf zum Hüttenberg unter die Räder. Die letzten 4 bis 5 km von Schwanden hinauf zum Ziel forderte von allen Teilnehmern nochmals das Letzte ab. Aber alle schafften den gefürchteten letzten Aufstieg des Tages mit Bravour!!
Die 15 Minuten Trampelpfad laufen (mit Gepäck) bis zur Unterkunft, war nur noch ein lockeres Supplement und Auslaufen für die müden und geschundenen Beinmuskeln.

Das Hüttenwartpaar, Urs & Janine, hatte bereits alles super vorbereitet, sodass nach einer kalten Katzenwäsche, oder für Hartgesottene, eine Giesskannendusche mit kaltem Bergquellwasser, der Apèro mit Häppchen genossen werden konnte. Anschliessend kamen die sechzehn Teilnehmenden in den Genuss eines hervorragend gekochten Abendessens. Mmmmmmmmmm!!!!!!!!!!!!!!!!!
Blattsalat mit Orangen, Braten vom Cheminéegrill, Risotto, Tomate Provençale, Mostcreme und nicht zu vergessen der selbst mitgebrachte Kuchen. Ein dickes Kompliment an alle die dazu beigetragen haben. Anschliessend wurde diskutiert und viel gelacht, bis dann die wohlverdiente Nachtruhe die lustige Schar nach und nach (einzeln) in den Schlafsack lockte. Für die Einen länger, für die Anderen kürzer. Es gab sogar einen Flüchtling, welcher sich wegen Sägewerkgeräuschen in der Nacht ein neues Schlafplätzchen im Nebengebäude suchen musste und am Morgen tatsächlich als Letzter erwachte.

Das Morgenessen konnte an diesem herrlichen Sonntagmorgen, bei idealem Wetter und Temperaturen, mit herrlichem Blick auf den Glärnisch, vor der Hütte draussen am langen Tisch gemeinsam genossen werden. Das Frühstücksbüffet liess wiederum keine Wünsche offen, die Gastgeber hatten wieder Hervorragendes geleistet. Vielen Dank!!!!!!!!!

Mit vollen Bäuchen ging’s ans Aufräumen, Abwaschen und Taschen packen. Danach wurde der Weg zurück zu den parkierten Velos unter die Füsse genommen und ca. um 10.00 Uhr war Abfahrt  für die Rückkehr nach Aadorf. Ohne grössere Probleme und wiederum in Tour de Suisse verdächtigem Tempo führte die Fahrt, mit tatkräftiger Unterstützung der Begleitpersonen, über Uznach- Eschenbach- Wald- kleiner Zwischenhalt mit Verpflegung in einem Restaurant in Gipswil-Turbental- Rüetschberg- nach Aadorf direkt ins Heidelberg, wo noch einmal gemeinsam die Glacekarte geplündert wurde.

Alle Teilnehmenden waren sich einig, so ein Weekend muss wieder stattfinden.

Der Tenor allgemein: Super, genial, bin das nächste Mal wieder dabei.

 Zu aller Letzt gilt ein grosses Dankeschön den Initiatoren des Weekends: Ruedi Studer & Seraina Derungs

Schreiberling Erich